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Die Mur entspringt in den Niederen Tauern, südöstlich des Murtörls (2.260 m) in der so genannten Schmalzgrube auf einer Höhe von 1.898 m über dem Meeresspiegel, im Salzburger Lungau. Sie fließt als Hauptfluss weiter durch die Steiermark und ihrer Hauptstadt Graz. In der Südsteiermark bildet sie die Grenze zu Slowenien. Nach 453 km mündet sie bei Legrad an der kroatisch-ungarischen Grenze in die Drau.

 

Natur und Umwelt:

Im Stauraum des Murkraftwerkes Gralla haben sich auch zahlreiche Wasservögel angesiedelt. Bei der dort errichteten Beobachtungsstation kann man verschiedene Entenarten, Schwäne und Reiher (wie Silberreiher und Graureiher) beobachten. Mit etwas Glück bekommt man auch einen Eisvogel zu sehen. Über das Aufstauen des Flusses aufgrund der Wasserkraftwerke und der Anhebung des Grundwasserspiegels könnten sich zumindest teilweise - in den nicht durch intensiven Ackerbau (zumeist Maisanbau) genutzten Flächen wieder Landschaften entstehen - die der Aulandschaft vor den Regulierungsmaßnahmen zumindest ähnlich sind. Angrenzend an den Fluss sind dort, wo keine landwirtschaftliche Nutzung der angrenzenden Flächen erfolgt, Feuchtwiesen oder Auwald vorhanden. Die typischen Pflanzenarten, wie Sumpfdotterblumen findet man an den angrenzenden Wiesen oder bewaldeten Flächen neben der Mur (z.B.: in der Höhe des Flusskraftwerks Gabersdorf). 2001 wurde die Mur von den steiermärkiuschen Landesregierung zum Fluss des Jahres gekürt.

 

Stromerzeugung
Der Fluss wird in der Steiermark durch zahlreiche Wasserkraftwerke, wie in Pernegg an der Mur, Gralla, Obervogau, Gabersdorf oder Spielfeld, für die Stromerzeugung genutzt. Daneben sind weitere vier Projekte im Großraum Graz in Planung, in Stübing, Gratkorn, Gössendorf und Kalsdorf, um den Anteil an eneuerbarer Energie möglichst auszunutzen.

Ein im Juni 2010 im Rahmen des Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren erstelltes Gutachten bescheinigt dem Projekt für die Staustufe Gratkorn negative Auswirkungen auf den Fischbestand. Bemerkenswert hierbei ist, dass das Gutachten des Gewässerökologen Clemens Gumpinger nicht von Gegnern des Projekts, sondern von der Verbund AG, dem Projektwerber selbst, beauftragt wurde.

Nach der Fertigstellung ist mit dem weitgehendsten Verschwinden von 21 Fischarten zu rechnen. Neben dem bereits auf der Roten Liste gefährdeter Arten befindlichen Huchen wären Äsche und Strömer am stärksten betroffen. Die geplanten Fischaufstiegshilfen könnten von den Fischen zwar überwunden werden, sie würden damit jedoch lediglich ins nächste Staugebiet gelangen. Viele Fischarten in der Mur benötigen für die Fortpflanzung jedoch fließendes Gewässer.

 

Schiffsmühlen auf der Mur 
In der Mur befinden sich heute noch drei der inzwischen selten gewordenen Schiffsmühlen, auf dem Wasser schwimmende Kähne, die als Doppelrumpf durch Balken miteinander verbunden sind und zwischen denen ein Wasserrad von der Flussströmung unterschlächtig angetrieben wird.

Die erste der drei Schiffsmühlen auf der Mur befindet sich in Mureck, zwischen Spielfeld und Bad Radkersburg an der slowenischen Grenze. Sie ist im Winter 2005/2006 auf Grund gelaufen. Nach einem Abgang der Originalausführung mit Totalschaden bildet die heutige einen authentischen Nachbau und ist ein attraktiver Anziehungspunkt für Besucher. Um den Erhalt kümmert sich ein Verein. Die zweite Mühle findet man stromabwärts in Slowenien in der Nähe von Veržej, nördlich von Ljutomer. Als „Babič-mlin“ bekannt, ist sie eine im Original erhaltene Mühle, deren Wasserrad mit Getriebe auf dem Wasser schwimmt, während das Mühlenhaus am Flussufer steht. Die Kraftübertragung zum Land hin erfolgt über einen Seiltrieb. Die Mühle wird in Privatbesitz betrieben und ist ein beliebtes Ziel für Touristen aus der Umgebung.

Die dritte Schiffsmühle ist ein authentischer Nachbau von einem Typ, wie er häufig an der Mur zu finden war. Sie liegt etwas stromaufwärts von Mursko Središće im Länderdreieck von Slowenien, Kroatien und Ungarn am kroatischen Ufer. Wie in Mureck trägt der landseitige Ponton das Mühlenhaus während der stromseitige Schwimmer das Gegenlager des Mühlrades aufnimmt. Es gibt noch eine weitere Schiffsmühle auf der Mur, allerdings als Wrack im Trockenen auf dem Gelände des Thermalbades in Lendava, Slowenien.

Auszug aus Wikipedia: 25. Juni 2010 um 19:12 Uhr

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Schiffsmühle bei Mureck
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